{"id":1005,"date":"2007-09-07T19:42:00","date_gmt":"2007-09-07T19:42:00","guid":{"rendered":"https:\/\/blog.the-kingfishers.de\/?p=1005"},"modified":"2023-07-04T14:50:46","modified_gmt":"2023-07-04T14:50:46","slug":"es-wird-herbst-winter","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/the-kingfishers.de\/?p=1005","title":{"rendered":"Es wird Herbst, Winter&#8230;"},"content":{"rendered":"\n<p>Die Bl\u00e4tter werden bunt und die Fische hungrig. Wenn ich sonst meine Fische \u00fcberall im Wasser fangen konnte, musste ich jetzt wieder anfangen, die Zeichen zu verstehen. Die Eider f\u00fchrt in diesen Tagen wieder viel Wasser und hat bedingt durch das Eidersperrwerk eine wechselnde Str\u00f6mung in beide Richtungen.<br>Wenn das Wasser steht, k\u00f6nnen auch unsere Ruten stehen beleiben, denn dann bei\u00dft gar nix. Obwohl, so ganz stimmt das gar nicht! Nur die Zander bei\u00dfen nicht. Die anderen Kollegen jedoch schon! Durch die unendlich scheinenden Schilfkanten und extrem abfallenden Kanten der Eider ist ein Angeln vom Ufer fast unm\u00f6glich. Da f\u00e4llt die Eider in 20 m auf 8 m und st\u00fcrzt sich dann in 5 m auf bis zu 20 m runter. Auch die Schilfkanten sind mit Wathose kaum zu beangeln. Mir doch egal, dann nehme ich eben mein Belly Boot! Wenn Wind und Str\u00f6mung richtig stehen, kann man sich fast ohne M\u00fche an den Kanten, Schilf oder Grund, langtreiben lassen und diese abwerfen. <\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/the-kingfishers.de\/berichte\/2007\/herbstzander\/bilder\/IMGP3154.JPG\" alt=\"\"\/><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p>Nicht selten bei\u00dfen dabei in den Schilfkanten sch\u00f6ne Hechte. Die gro\u00dfen Barsche stehen oft in Wurfweite im tieferen Uferwasser und jagen dort von der Oberfl\u00e4che bis zum Grund nach Nahrung. Erfolgreich beangeln lassen sich die Schilfkanten zum Beispiel mit dem gutem alten Blech! Wobbler laufen ganz oft zu tief und Jerken vom BB ist nicht wirklich sch\u00f6n! Aber gro\u00dfe Blinker mit einer geringen Wandung sind absolut top! Etwas moderner mit Weichplastikk\u00f6dern, wie z. B. Sandra Twistern und leichten K\u00f6pfen, geht genauso gut!<\/p>\n\n\n\n<p>Jedoch wenns ein sch\u00f6ner Zander sein soll, muss man sich in der Eider schon etwas besseres einfallen lassen um die Untiefen von 5 &#8211; 20 m auch ohne ein Echo schaffen zu k\u00f6nnen. Viele Wochenenden hat\u2019s gedauert, bis ich endlich meine ersten Zander fing. Zu viele Fehl- und falsch verstandene Informationen haben mich immer wieder in die Irre gef\u00fchrt&#8230; &#8222;\u00dcbern Grund musst Du deinen K\u00f6der h\u00fcpfen lassen&#8220; sagte mir ein Einheimischer. Warf seinen f\u00fcnf Gramm Kopf ins 20 m tiefe Wasser, wartete einen Augenblick und zog ihn dann kontinuierlich durchs Mittelwasser zur\u00fcck zum Boot. &#8222;Schade, bei\u00dfen heute wohl nicht. Liegt bestimmt am Wind und der Str\u00f6mung&#8230;&#8220; Ja ne ist klar! Viel Spa\u00df noch&#8230; dachte ich. &#8222;Wenigstens einen hab ich heute&#8220; sagte er noch als ich mich h\u00f6flich verabschiedete und hob einen sch\u00f6nen Zander aus seinem Boot. Ich verstand die Welt nicht mehr! Zu Hause in Hamburg klappte es doch auch, wieso nicht hier? Ok, ich rief mein Team zusammen und wir legten los. Nachdem am ersten Tag gezielt neun Stunden lag vom Belly Boot nicht ein Zander auf Gummi hatten, blieb nur noch eine M\u00f6glichkeit! Back to the Roots, einer blieb zu Haus und bastelte Drachcovic Systeme, die anderen fingen Finger lange Fischchen. Aber wir zogen noch ein weiteres Ass aus dem \u00c4rmel. Es war ein leichter Wind vorhergesagt, den wir uns zu nutze machen wollten.<\/p>\n\n\n\n<p>Der n\u00e4chste morgen war da. Mit dem sich legenden Nebel erklommen wir den Deich und setzten uns zu den ersten Sonnenstrahlen aufs Wasser. Als erstes montierten wir eine tote Rute die wir, bek\u00f6dert mit einem Fisch am schwebendem System, ca. 10 m unterm Boot taumeln lie\u00dfen. Durch den angek\u00fcndigten Wind spielte die tote Rute sch\u00f6n unter uns mit dem Fischen. Mit der aktiven Rute simulierten wir kranke und verletzte Fische an den Kanten.<\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/the-kingfishers.de\/berichte\/2007\/herbstzander\/bilder\/IMGP3060.JPG\" alt=\"\"\/><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p>Das war\u2019s! Wie ausgewechselt krachte es im Minutentakt an allen Ruten, bis auf einer! Meiner! Um es genau zu wissen, angelte ich weiterhin mit Kunstk\u00f6dern. Nix passierte! Witzig war, das wir auf die tote Rute fast noch besser fingen, als auf die aktivgef\u00fchrte! In ca. 5 &#8211; 8 m versteckten sich die Zander an den Kanten und tiefen Kuhlen. Ein alter Mann erz\u00e4hlte uns, das diese Kuhlen Bombentrichter aus dem WWII sind. Es war auch der einzige, der sich noch mit uns unterhielt, denn der Rest der Einheimischen zog sich beleidigt<br>und Schneider vom Wasser zur\u00fcck&#8230;! Er war ein sehr lehrreicher Tag wir lernten wieder viel dazu, aber der spannendste Fang des Tages war eine Ringelnatter, die wir mit der Hand aus dem Wasser fingen. Sie versuchte das andere Ufer zuerreichen und kreuzte unseren Weg, diese Schlage! Normalerweise habe ich vor solchen Tieren einen geh\u00f6rigen Respekt, aber Ringelnattern sind ungef\u00e4hrlich. Diese Tiere so nah zu erleben war ein einzigartiges Erlebnis und kr\u00f6nender Tagesabschluss! <\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/the-kingfishers.de\/berichte\/2007\/herbstzander\/bilder\/IMG_5466.JPG\" alt=\"\"\/><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p>Der n\u00e4chste Tag lief nicht ganz so erfolgreich, aber immer noch besser als bei den anderen. Das Geheimnis war also gel\u00fcftet. Naturk\u00f6der haben hier eindeutig die Nase vorne! Da wir mehr Zander fingen, als wir Essen konnten, probierten wir was neues und zogen uns an die die Schilfkanten zur\u00fcck. Ein paar Hechte lie\u00dfen sich blicken, aber viel spannender sind die \u00fcberdurchschnittlichen Barsche im 2m tiefen Uferwasser gewesen die<br>dort jagten. Viele gingen verloren. Wir hatten viele Bisse, aber nur wenige die h\u00e4ngenblieben. Und die waren dann auch noch gemein von au\u00dfen gehakt. Ein Wechsel des Drillings mit zwei Gr\u00f6\u00dfen nach unten brachte den gedachten Erfolg! Jeder Barsch blieb nun h\u00e4ngen!<\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/the-kingfishers.de\/berichte\/2007\/herbstzander\/bilder\/IMGP3415.JPG\" alt=\"\"\/><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p>Mit genug Barschfilet f\u00fcr uns alle lie\u00dfen wir den Tag am Grill ausklingen und freuten uns auf die richtig kalte Jahreszeit, dann sind wir wieder da!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Bl\u00e4tter werden bunt und die Fische hungrig. Wenn ich sonst meine Fische \u00fcberall im Wasser fangen konnte, musste ich jetzt wieder anfangen, die Zeichen zu verstehen. 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