Hallo,

ich bin Fynn und wurde am 28.11.1983 in Hamburg geboren. Bis zu meinem sechsten Lebensjahr wuchs ich in Norderstedt auf.Mein erster Fisch!
Hier besuchte ich auch den Kindergarten und die Vorschule. Als ich sechs Jahre alt war, zogen wir nach Afrika. Unser Ziel war die Hauptstadt Kenias, Nairobi.
Damals entwickelte ich ein großes Interesse an Krabbeltieren und insbesondere an Schlangen. Aber auch Guppys und andere Fische die ich in den Wildbächen fing und mit nach Hause in mein Aquarium nahm weckten mein Interesse.

Als ich ungefähr acht Jahre alt war, sind wir für die Ferien zurück nach Deutschland geflogen um mit meinem Patenonkel Thomas und seiner Frau Tina nach Dänemark zum campen zu fahren.

Dort fing ich meinen ersten Fisch und das kam so:

Wir machten einen Spaziergang im Hafen von Viedesande, und sahen dort einen Mann der mit einer Angel am Rande des Hafenbeckens stand.
Wir gingen zu ihm hin und stellten die innig geliebte Frage eines jeden Anglers: „Na, schon was gefangen?“ Der grinsende Blick auf seinem Gesicht verriet alles, er neigte sich einem Eimer zu, der sich neben seinem Hocker befand.
Sofort sahen wir in den Eimer und erblickten einige Schollen. Sie sahen genau so aus wie die, die ich am Tage zuvor mit dem Käscher im Priel gefangen hatte.
Fasziniert vom Anblick der Schollen bemerkte ich nicht wie er eine weitere über die Kaimauer hob. Ich glaube, ich war aufgeregter als er als ich den Fisch sah. Wir unterhielten uns eine Weile und Wolf, so hieß der Angler, erzählte mir seine Angelgeschichten.
Nach einer halben Stunde wurde ich unter riesigem Protest zurück zum Campingplatz gezerrt.
Sofort versuchte ich Thomas und Tina zu überreden mir eine Angel kaufen zu dürfen.
Eine ganze Stunde dauerte es bis ich sie weich bekommen habe.

Nach einer schlaflosen Nacht und einem qualvollen Vormittag mit Spaziergängen, Mittagessen, usw. ging es endlich in Richtung Hafen.
Wir setzten uns neben Wolf und ich fing an meine Angel zu montieren.
Ahnungslos wie ich war montierte ich gleich die Pose an die Schnur und es entstand eine riesige Tüdelei.

Wolf fing an zu lachen und bat mir seine Hilfe an, die ich dankend annahm. Beködert mit zwei Stückchen Fisch (später lernte ich, das es Sandale waren) nahm ich meine Rute in die Hand. Nachdem er mir noch beibrachte wie man auswarf, flog mein Paternoster an einem Boot vorbei und landete weit draußen im Hafenbecken.
Nach etwa 20 Minuten war es dann soweit, deutlich vermerkte ich ein zuckeln an der Rutenspitze. Ich schlug an und fing an einzukurbeln, am anderen Ende war deutlich ein Widerstand zu Spüren und ich war super gespannt. Nach kurzer Drillphase hob ich dann eine Scholle über die Kaimauer des Hafenbeckens.
Ich fing im Laufe des Nachmittags noch sieben weitere Schollen.

Ja das war die Geschichte von meinem ersten Fisch.

Katzenwels aus Kenia Dieses Erlebnis hatte mich so sehr begeistert, dass ich meine Angel mit nach Kenia schleppte und sie auch dort einsetzten wollte.

In Afrika machte ich meine ersten anglerischen Erfahrungen mit afrikanischen Buntbarschen, auch Tilapias genannt, denen wir im Victoria See nachstellten.
Nachdem ich meine erste richtige Spinnrute bekam, konnte ich auch größeren Fischen wie den Nilbarschen auf die Pelle rücken.
Oft bissen auch größere Exemplare vom Ufer aus, auf ganz gewöhnliche Blinker.
Die beiden Länder, Uganda und Kenia boten aber noch viel mehr an anglerischen Möglichkeiten! Von den Forellen im Hochland über die Schwarzbarsche in den vielen kleinen Seen, bis hin zur Küste wo sich einem die Möglichkeit bot den Indischen Ozean zu erbeuten.
Riesige Schwertfische, Haie und Thunfisch wurden hier von Charterbooten aus gefangen!
Ich selber angelte aber viel häufiger in den kleinen ländlichen Seen auf Schwarzbarsche und Welse.
In den Seen erreichten die Schwarzbarsche Gewichte von über 5 Pfund, man fing sie am besten mit Amerikanischen Spinnerbaits auch genannt “Bushwaker”.
Eine andere aber auch sehr interessante Art der Angelei bot sich im Kenianischen Hochland. Die Forellenflüsse Kenias lagen in Tälern mitten in im Ostafrikanischen Grabenbruch, sie gruben über die Jahre tiefe Schluchten in das Hochland und verschwanden in ihnen!
Die Schluchten der Forellenflüsse lagen fern ab von der Zivilisation, oft fuhr man über Stunden hinweg auf holprigen Pfaden bis man am Ziel angelangt war!
Nicht nur die schönen Forellen in dieser Region machten das Angeln dort so interessant, sondern auch die enorme biologische Vielfalt. Akazien und andere große Bäume ragten von den felsigen Schluchten, Pythons durchquerten die Flüsse und Tiere kamen zum Fluss um zu trinken oder sich zu baden.
Ganz anders aber ebenso interessant war das Hochseeangeln an der Kenianischen Küste. In Mombasa bekam ich einmal die Chance einen 250 Pfundigen Blauen Marlin an der Angel zu spüren, der sich aber nach einem heiklen Landungsmanöver wieder in die Blauen Tiefen verabschiedete!
Der Indische Ozean ist unglaublich, und macht zugleich süchtig!
Unvergessliche Außfahrten auf denen man Buckelwahlen oder Walhaien begegnete habe ich in den vier Jahren in denen ich an der Küste wohnte gemacht! Die Ausflüge waren nie langweilig, springende Delfine die das Boot begleiteten oder die Fliegenden Fische die hin und wieder das Kielwasser des Charterbootes durchbrachen waren einfach wunderschön!


Deep Sea Fishing Tout 2001 Deep Sea Fishing Tour 2002

Mit dem Jahreswechsel 2002 zogen wir zurück nach Deutschland. Ich besuchte das Gymnasium Eppendorf und machte hier mein Abitur. Hier lernte ich dann Tobi kennen. Zusammen entdeckten wir das Angeln für uns, waren Zeitweise Tag und Nacht auf Achse um jeden Tümpel hier in Hamburg unsicher zu machen!
Gemeinsam unternahmen wir Reisen nach Schweden und lernten allerhand Leute kennen!
So kam es auch, dass wir The Kingfishers gründeten, mit der Zeit wuchs unsere kleine Familie und nun sind wir schon zu viert!
Mit Karsten und Dennis sind wir nun komplett! Drill mit einem Marlin

Meine Freundin Dani, die ich sehr liebe, steht mir immer beiseite und unterstützt mich. Sie gibt mit Halt, spornt mich an und bremst mich zugleich!
Ohne sie wäre ich wohl auch nur die Hälfte von dem was ich heute bin!

Warum bin ich Angler?
Fakt ist das ich ein “Fisherholik” bin. Das Angeln will ich nicht mehr missen!
Angeln ist genau wie meine Freundin und meine Familie ein großer Bestandteil meines Lebens geworden! Mit dem “Fieber” vor dem Angeln habe ich gelernt umzugehen, aber mit den Bauchschmerzen am Morgen davor …. da brauch ich noch etwas Zeit um damit umzugehen!
Nicht nur durch meine Freunde habe ich gelernt, dass es nicht nur um das Fangen der Fische geht, sondern vielmehr um das ... und respektieren seines Umfelds.

Ich hoffe euch hat der Text gefallen, ich wünsche euch viel Spaß beim durchstöbern unserer Homepage, und ein kräftiges Petri Heil mir!

Euer Fynn!