Stürmische Forellen

Während Sturmtief Emma in Hamburg wütete, machten Fynn, Karsten Felix und ich uns auf den Weg nach Husum zum Forellenangeln. Die Forellenteichanlage Wester-Ohrstedt liegt ca. 10km außerhalb von Husum, und beherbergt drei schön gelegene Teiche in denen sich Forellen, Welse, Störe und Saibling Tummeln.Die Wetterlage versprach ein schwierigen Angeltag, Windböen mit Geschwindigkeiten von über 80km, Regen und Hagel erwarteten uns.

Gegen 7 Uhr früh kamen wir mit vollbepackten Auto am Teich an. Nach dem wir die Erlaubnisskarten erstanden haben, schauten wir uns erstmal am Teich um. Es war nicht gerade viel los, das war auch nicht so verwunderlich nachdem was das Wetter so zu bieten hatte. Dennoch hatten sich ein paar hartgesottenen am ersten Teich angefunden. Der hintere Teich war komplett frei von Anglern.Wir beschlossen am ersten Teich unser Lager aufzuschlagen und auf Stör und Forelle zu fischen. Nachdem wir unsere Ruten montiert hatten beschlossen Felix und ich erstmal den zweiten Teich mit der Spinnrute zu befischen. Karsten und Fynn blieben beim Lager, passten auf ihre Grundruten auf und angelten noch aktiv nebenbei.

Als wir am zweiten Teich angekommen sind beschlossen wir uns langsam vorzuarbeiten und uns Stück für Stück um den Teich zu bewegen. Da an dem Teich an diesem morgen noch nicht gefisht wurde, standen die Chancen nicht schlecht auf beißwillige Forellen zu treffen. Wir fingen auf der seichten Seite des Teiches an. Felix angelte mit einem Myran Spinner und ich mit einen MiniFat von Rapala in Firetiger-Dekor. Gleich nach ein paar Würfen schoss, kurz bevor ich den Wobbler aus dem Wasser heben wollte eine Forelle hervor und stürzte sich auf den Wobbler. Iich war aber gerade dabei den Köder herauszuheben, konnte ich leider nicht den Biss verwandeln. Und der Fisch war so schnell weg wie er gekommen war.

Zuversichtlich Fischten wir uns am Ufer entlang und gelangten Bald in den Knick wo der Wind voll drauf knallte. Wind wälzt das Wasser um und somit auch Nahrung wie z.B. kleine Wassertierchen. Hier müsste der Fisch verhäuft stehen. Kaum angekommen hat sich beim ersten Wurf eine große Forelle Felix Spinner geschnappt. Er schrie nur Fisch und das Wasser spritzte. Ich eilte zu ihm und hielt mich mit dem Kescher bereit. Nach 5min und etlichen Fluchten landete ein Mordsbrocken im Kescher. (5,2kg) Felix und ich freuten uns über den tollen Fisch, nach dem der Fisch versorgt wurde, konnten wir gleich weiter fischen. Jetzt war ich natürlich super heiß, auch so einen Brocken an Land zu ziehen. Ich montierte bei mir auch erstmal einen Spinner, dass schien ja gut zu klappen. Auf einmal sprang 10m vor uns eine große Forelle. Sekunden später flogen unsere Spinner gleich in die Richtung wo die Forelle gestiegen ist. Und schon rumste es wieder in Felix Rute! Nach einen schönen Drill hatten wir den zweiten Brocken im Kescher (3,8kg) . In dem Moment kam dann auch Fynn dazu, der auch ne Runde um den Teich machen wollte. Wir freuten uns über die Fische und machten ein paar Fotos. Wegen so einen tollen Start, waren wir gespannt auf den weiteren Tag, es war ja schließlich erst kurz nach neun. Nun waren Fynn, Karsten und ich natürlich total heiß drauf auch so eine Traumforelle zu fangen. Wir befischten weiterhin den Teich doch keine Forelle traute sich an unsere Twister und Spinner heran, auch die Grundruten gaben keinen mucks von sich.

Ich wechselte wieder zum Firetiger Wobbler und machte eine weitere Runde um den Teich. Ich fischte parallel das Ufer ab und auf einmal ruckte es in meiner Rute. Eine schöne Forelle hatte zugeschnappt. Nach aufregendem Drill konnte sie schließlich gelandet werden. Nach dem Fang verlagerten wir unser Lage zum zweiten See, da zu dem Zeitpunkt der Fisch dort einfach besser biss. Das Fischen war anstrengend. Der starke Wind und der Regen der teilweise von der Seite kam erschwerte das Angeln. Wir fischten mit schweren Myran Spinner um gegen den Wind anzukommen. Doch die Forellen waren doch nicht so in Beißlaune wie wir dachten. Es wurde allgemein nicht so gut gefangen. Wir hatten seit 11Uhr keinen Fischkontakt mehr gehabt und inzwischen war es fast 14 Uhr. Fynn und ich entschlossen uns erstmals was zu essen und uns eine andere Taktik zu überlegen. Karsten und Felix beschlossen weiter zu fischen und später etwas zu essen.



Nach dem Essen beschloss ich einen kleinen grellen Streamer vor meinen Spinner zu schalten der die Fische zusätzlich reizen sollte. Wir fischten also intensiv weiter. Am anderen Teich bissen die Forellen auf Grundmontage 50cm-60cm über Grund. Ich ließ also beim Fischen meinen Spinner erst eine gewisse Zeit absinken bevor ich einholte. Ich Fischte recht langsam als ich einen Schlag in meiner Rute verspürte. Ich schlug an und nach einen recht kurzem Drill konnte ich eine zweite schöne Forelle landen. Karsten probierte es in der zwischen Zeit mit Bienenmade weiter. Doch das Glück schien nicht auf seiner Seite zu sein. Mehrfach stürzten sich Forellen auf seine langsam geschleppte Bienenmaden doch die Bisse waren zu zaghaft um die Fische zu haken. Im klaren Wasser konnte man erkennen, wie eine Forelle sich auf die Bienenmaden stürzte und sie eine nach der anderen "abzupfte". Wir konnten mit der Polbrille Forellen erspähen, konnten diese aber nicht überzeugen unsere Köder zu nehmen. Andere Angler hatten sich in der zwischen Zeit zu uns an den zweiten Teich gesellt und konnten ein paar Fische fangen. Das fischen war zäh, der Wind war kalt und erschwerte das werfen aber schließlich hat es am Nachmittag auch noch bei Fynn gebissen. Wieder auf Spinner, diesmal zwar keine Regenbogenforelle dafür aber ein schöner Saibling.

Ab 4Uhr schien kein Fisch mehr zu Beißen, weder bei uns noch bei den anderen Anglern am Teich. Wir versuchten trotzdem unser Glück doch gegen 17:30 packten wir schließlich unsere Sachen,nahmen die Fische aus und machten uns auf die Rückreise. Durchgepustet und leicht erschöpft war es eine Wohltat im warmen Auto zu sitzen. Wir hatten einen tollen Tag und ein schöne Zeit.


-The-Kingfishers-

Alle Bilder gibts hier