Natürlich Fjord-Forellen

Die Suche nach Meerforellen zieht uns immer wieder an die Dänische Ostseeküste. Aber warum? Warum nicht an die Deutsche Ostseeküste dabei gibt es doch auch bei uns hervorragende Strände um das Küstensilber zu fangen.

Die Antwort ist ganz einfach. Große Teile der Dänischen Ostseeküste liegen abgelegen von Straßen und Schotterpisten im Hinterland. Es sind idyllische Angelstellen die selten von anderen Anglern besucht werden.

 

Die dänischen Fjordlandschaften sind äußerst interessant und abwechslungsreich. Flussmündungen, Rinnen, Kanten oder Buchten sind wahre Fischmagnete die jeder Zeit auf einen Kapitalen hoffen lassen.

Genau so vielfältig wie die Landschaft ist, ist das Angeln. Blinker, Fliegen oder Naturköder wie Seeringelwürmer sind Top Köder für die Fjordforellen.Wer mit Blinker fischt sollte auf jeden Fall verschieden Formen, Größen und Farben in der Köderkiste haben. Sehr oft kommt es vor dass man z.b. auf Kupfer immer wieder Fehlbisse bekommt. Wechselt man jedoch die Farbe oder die Größe des Blinkers, passiert es nicht selten dass die Forellen sehr aggressiv zubeißen, und man dennoch ein Fisch erfolgreich landen kann.

 

Natürliche Joker

Für den Fall das man keine Bisse auf Kunstköder hat, hat Karsten Sieverts gerne einen Joker in der Tasche.

Naturköder wie Watt-und Seeringelwürmer sind exzellente Meerforellenköder die auch launische Fischen nicht ignorieren können.

Die Montagen zum angeln mit Würmern sind denkbar einfach. Ein Großer Sbirolino (der als Wurfgewicht dient) wird auf die Hauptschnur gezogen, es folgt eine Pilotkugel die Fest auf der Hauptschnur sitzt.

Vor dem Wirbel wird noch schnell eine Gummiperle aufgezogen und dann wird ein kleiner Wirbel mit Karabiner am Ende der Hauptschnur befestigt. In den Wirbel hängt man ein ca. 2m langes Vorfach mit einem Großen Wurmhaken ein.

Der bis zu 30 Gramm schwere Sbirolino kann weit ausgeworfen werden und langsam mit langen Pausen wieder eingeholt werden. Beim Biss spürt der Fisch nur den kleinen Piloten und kann so ungehindert einige Sekunden mit dem Köder abziehen, bis man einen kräftigen Anhieb setzten kann.

Für das angeln mit Sbirolino kommen lange Ruten bis 3,60 m zum Einsatz, die Spitzenaktion zeigt kleinste Bisse sehr gut an und lässt den Fisch keinen Widerstand spüren!

Hier sind noch ein paar Bilder

Fangbericht von der Session

Am Angelplatz angekommen fanden wir einen Ententeich vor, ein guten Wasserstand und gute Aussichten an eine Mefo zu kommen!
Am liebsten wären wir gleich losgestürmt aber der weise Bernd sprach ein Machtwort aus:“ Bloß nicht rein rennen sondern erst das Flachwasser abfischen“.

Na ja gesagt getan. Langsam wateten wir immer weiter in Richtung Graben der vor uns verlief!

Das Wetter war super angenehm und machte das fischen extrem entspannt! Es dauerte auch nicht lange da bekamen wir die ersten Kontakte. Aber es hagelte nur Fehlbisse! Erst nach einem Köderwechsel schaffte ich es endlich den ersten Fische des Tages zu fangen!
Eine wunderschöne 57cm Meerforelle. Nachdem Bernd den Fisch kescherte, gab es erst mal ein paar Freudenschreie!!!!!

Dann gab es erst mal eine Lagebesprechung! Denn seit längerem konnte keiner von uns mehr Bisse verzeichnen, und auch die Sonne stieg immer höher. Das war die Ankündigung für ein ausgedehntes Frühstück am Auto!

Die Taktik wurde geändert und wir stiegen auf die Naturköderangelei um! Mit einer Sbiromontage in Verbindung mit einem Piloten wurde ein Seeringelwurm knapp über den Grund geführt!

Es dauerte aber eine ganze Weile, und einige Tüdeleien bis wir endlich Fischkontakt hatten!
Aber dann klappte es doch, erst nach dem dritten Versuch schaffte es Kasi eine Meerforelle erfolgreich zu Haken!
Nach kurzem Drill beförderte er eine wunderschöne Meerforelle in den Kescher!

Nach längerer Pause entschieden wir uns für einen Platzwechsel und fuhren ein ganzes Stückchen weiter.
Die neue Stelle sah gut aus, abwechslungsreiche Unterwasserstruktur, und abwechselnde Küste machten da fischen auch an dieser Stelle sehr viel versprechend!

Na ja was soll ich sagen kurz bevor wir einen weiteren Platzwechsel vor nehmen wollten hörte ich nur Fisch!!!! Fisch!!!! Daniel stand mit krummer Rute direkt in der Brandung.

Als ich mit dem Kescher bei Saupi stand traute ich meinen Augen nicht eine etwa 60 cm Große Steelhead hatte sich Saupi’s Snaps rein gepfiffen. Immer wieder stieß der Fisch in den Boden und versuchte sich ab zu schütteln!

Es war wirklich ein Drill auf biegen und brechen, mehrmals stieg der Fisch aus dem Wasser und legte starke Fluchten hin!

Aber am Ende ging der Für Saupi aus! Nach einem Freudenschrei der so laut war das ihr ihn in Hamburg gehört haben müsst gab es erst einmal ne Fotosession!

Kurz darauf schaffte es auch Bernd eine kleine Meerforelle zu fangen. Es war nur eine kleine die nach einer kurzen Fotosession wieder ins Element entlassen wurde!


Angeheizt von den zwei Fischen angelten wir fieberhaft bis in die Dämmerung!
Kurz vor Schluss gab es nochmals drei Kontakte und ein paar Nachläufer aber keiner der Fische konnte gehakt werden!

Ein Blick in die Köderkisten der Profis!



Alles in allem eine super Session bei der jeder einen Fisch landen konnte!


Viel Spaß und bis zur nächsten Session!