Fische der nachstehend aufgeführten Arten dürfen nur gefangen werden, wenn sie von der Kopfspitze bis zum Ende der Schwanzflosse mindestens folgende Länge aufweisen

    Aal (Anguilla anguilla)  45 cm
äsche  Äsche (Thymallus thymallus)  35 cm
Bachforelle  Bachforelle (Salmo trutta forma fario)  30 cm
   Aitel  Döbel (Leuciscus cephalus)  25 cm
Butt  Flunder (Platidithys flesus)  20 cm
Hasel  Hasel (Leuciscus leuciscus)  20 cm
Hecht  Hecht (Esox lucius)  50 cm
 Karpfen (Cyprinus carpio)  35 cm
  Huchen  Lachs (Salmo salar)  35 cm
 Meerforelle (Salmo trutta forma trutta)  35 cm
 Quappe (Lota Iota)  35 cm
 Rapfen (Aspius aspius)  40 cm
Schleie  Schlei (Tinca tinca)  25 cm
Zander  Zander (Stizostedion lucioperca)  40 cm
 Zope (Abramis ballerus)  30 cm



Die nachstehend aufgeführten Arten haben folgende Schonzeiten, in denen sie nicht gefangen werden dürfen

Bachforelle  Bach- und Meerforelle  15. Oktober bis 15. Februar
äsche  Äsche    1. Januar bis 15. Mai
Hecht  Hecht    1. Januar bis 15. Mai
Zander  Zander    1. Januar bis 15. Mai

Die BWVI als Oberste Fischereibehörde der Freien und Hansestadt Hamburg
will mit den folgenden neuen Regelungen, die ab sofort gelten, den
Bestand der Zander nachhaltig sichern:



  • In der Zanderschonzeit vom 1. Januar bis 15. Mai wird die Verwendung von
    Stellnetzen untersagt.  Das Verbot gilt für Berufs -und
    Nebenberufsfischer.

  • Während  der Zanderschonzeit  ist 
    Angelfischern die Verwendung von toten Köderfischen sowie von
    Kunstködern jeglicher Art untersagt.  Eine Ausnahme besteht nur für den
    unmittelbaren Strömungsbereich des Elbe-Hauptstroms.

  • In anderen Bereichen der Elbe, wie in Hafenbecken, Kanälen sowie innerhalb von
    Buhnenfeldern darf während der Zanderschonzeit nicht mehr mit
    Kunstködern gefischt werden. Das Auswerfen von  Kunstködern von
    Angelstellen am Elbe-Hauptstrom in nicht strömende Bereiche ist von
    diesem Verbot eingeschlossen.

  • Kunstköder dürfen nur in strömenden Bereichen der Elbe verwendet werden.

    Die neue Regeln beziehen sich auf ALLE Gewässer in Hamburg. Das betrifft somit neben der Elbe auch die Alster, Bille, Dove-Elbe und alle Seen in Hamburg.

Neue Regeln für Angler und Fischer

5. Januar 2017

Der Zander ist sowohl ökologisch als auch
ökonomisch eine wichtige Fischart in Hamburg. Er ist die einzige häufig
vorkommende große Raubfischart in der Tideelbe. Damit  hat er eine
regulierende Wirkung auf Bestände anderer Fischarten. Bei Anglern
genießt die Tideelbe deutschlandweit den Ruf als eines der besten
Zandergewässer. Die ansässigen Fischer generieren einen erheblichen Teil
ihres Einkommens aus dem Verkauf dieser Art. Bei im Winter fallenden
Wassertemperaturen zieht sich ein Großteil der Zander im Gebiet des
Hamburger Hafens in das tiefe und ruhige Wasser der Hafenbecken zurück.
Dort gibt es dann eine große Anzahl. Auch das Laichgeschehen findet
häufig in Hafenbecken oder anderen ruhigen Bereichen, wie etwa
Buhnenkesseln, statt.


Bisher
ist es Nebenberufs- und Hauptberufsfischern gestattet, während der
Zanderschonzeit vom  1. Januar bis 15. Mai in Laich- und
Rückzugsgebieten mit Stellnetzen auf andere Fischarten zu fischen.
Aufgrund der Zanderbeifänge hat diese Art der Fischerei allerdings einen
deutlich negativen Einfluss auf die Zanderpopulation. Der Rückgang der
Zanderbestände ist in der fischereilichen Praxis deutlich festzustellen.
Nur durch den Schutz der Winterlager und Laichgebiete sind der Erhalt
und eine langfristige Reproduktionsmöglichkeit der Zanderpopulation
sicherzustellen.

Im Bereich der Angelfischerei ist es bisher
erlaubt, auch während der Zanderschonzeit tote Köderfische und
Kunstköder, mit dem Ziel andere Fischarten zu fangen, einzusetzen. Das
Fischen mit totem Köderfisch birgt ein hohes Risiko für den Fang von
Zandern. Für den Fang anderer Fischarten wie Barsch und Rapfen ist der
tote Köderfisch wenig geeignet. Das Angeln mit Kunstködern in
Zanderlaichgebieten ist als besonders schädlich für die Zanderbestände
anzusehen.


Das Fischen auf Friedfische und die Verwendung von
Kunstködern außerhalb der Winterlager im Strömungsbereich der Elbe
bleibt gestattet.